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Spawn - Das Comic - Der Film - Der Soundtrack - Die Party

 

In jüngster Vergangenheit ist es fast schon zur Gewohnheit der Marketingstrategen im Bereich Kino und Film geworden, eine Kampagne der ‘Rundumvermarktung’ zu starten. Soll heißen, zu einer Romanvorlage - besser noch: einem Kultcomic - wird ein Film gedreht, das Spiel für den Home Computer und eine Soundtrack-CD (natürlich nur mit Hochkarätern der US-Charts!!) erscheint oft schon kurz vor dem Filmstart. Im erfolgreichsten Fall kommen noch Spielzeug- Design- oder Sonnenbrillenkollektionen auf den Markt, die das Logo des medialen Rundumschlages tragen. Dieses Konzept konnte u.a. sehr schön bei den Kassenschlagern „Batman" (nunmehr bereits 4 Filme) und „M.I.B." (wer’s immer noch nicht weiß: Men In Black) beobachtet werden.

Der neueste Auftritt dieses Phänomens ist die Verfilmung von Todd Mc Farlanes, in wenigen Jahren in den USA zum Kultcomic gewordenen „Spawn". Der gleichnamige Film soll in Deutschland ende Oktober anlaufen; im Cinerama (Kunstpark) konnte der eingefleischte Kinogänger in schon als Vorpremiere betrachten und zwar im Rahmen einer Themen-Party mit anschließender CD-Präsentation.

Nun meine Eindrücke im einzelnen:

die Vorlage:
Die Mischung aus Superhelden-Strip a la Marvel und dem Cothic Genre wie etwa „The Crow" ist hervorragend. Düster zynisch und ironisch wird in Fortsetzungsheftchen (Infinity-Verlag, 4,80 DM) die Story des Anti-Helden Spawn erzählt. Er wird von den Toten erweckt, um den Mächten des Bösen zu dienen, aber er läßt sich nicht unterkriegen... Tip!

zum Film:
Die Handlung erinnert stark an „The Crow", auch was die Bilder betrifft bemühte sich Regisseur Dippé positiv um eine ähnliche Stimmung. Mit der Ausnahme von immensem Aufwand an Visual Effects, die Spawn als (für einen Comicfilm) geglückte Mischung aus Real- und Trickfilm erscheinen lassen.

zum Soundtrack:
Der Soundtrack ist mit solchen Größen der Heavy-/Indie- Szene wie Marilyn Manson, Korn oder Metallica, aber auch Orbital etc. mehr als hochkarätig besetzt. Der Clou an der Sache ist, daß alle Songs in Co-Produktion entstanden ist (dabei auch ziemlich erschreckende wie Kirk Hammett von Metallica & Orbital !!). Indie-Fans reinhören!!

zur Party:
Nun, läßt sich nicht viel sagen, denn es war wenig los... Außer kostenlosem Band 1 und Verlosung wurde zuwenig geboten. Vor allem blieb unklar, wieso auf der sogenannten ‘Party und CD-Vorstellung’ weder auch nur ein einziges Lied des Soundtracks gespielt wurde noch der DJ (toll kannst Du selber mixen, Junge...) einen auch nur stilähnlichen Song auflegte...

So, das war’s mit Chris von ‘Events’, bis zum nächsten Mal!

Christian Schönwetter

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