Ausgabe 3 Titelbild Ouch!! 3

Ouch!! local...

Gute Live Musik - in schönen Locations zu einem fairen Preis

Wo findet man heutzutage sowas noch in München?! Nachdem wir Euch in der letzten Ausgabe einige Kinos und davor Radiosender vorgestellt haben, gingen wir diesmal auf die Suche nach Orten, wo man vor allem in Sachen Livemusik zufriedengestellt wird. Wie auch zuvor ist es unser Anliegen, Alternativen zum ‘kommerziellen’ Angebot vorzustellen. Konzerte mit Pop und Mainstream-Rock werden oft als Großveranstaltungen angeboten (z.B. Oly-Halle, Circus-Krone-Bau und Zenith ). Weitere Konzertlocations gibt es im KP Ost (Babylon, Colosseum und Incognito) und (durchaus empfehlenswert) die Muffathalle.

Da wir uns auf die Auswahl einiger Locations beschränken müssen, stellen wir euch drei vor, die Nachwuchsbands fördern und/oder Festivals for free anbieten und/oder unterrepräsentierten Musikstilen ein Forum geben: Feierwerk, Backstage und die Atomic Bar.

Feierwerk Logo (c) FeierwerkDas Feierwerk möchten wir zuerst vorstellen: Seit 1983 betreibt der „Verein Feierwerk e.V." dieses in München einzigartige Kulturzentrum, das sich seit dieser Zeit einige Male erweitert hat. Das Kernstück, der Feierwerkclub (500 Personen, Konzerte) wird ergänzt durch den Hansapalast (200P, Parties, Konzerte) und die Theaterhalle Lokomotive (200P, Theateraufführungen, auch Proberaum für Nachwuchsgruppen). Außerdem betreibt das FW in Neuperlach den Südpol, wo Veranstaltungen für die Kids stattfinden. Das FW bietet Konzerte, Parties, Festivals, Ausstellungen, Sommerfest, Bandcoaching („Kickin´Ass" - für weitere Info siehe Telefonnr. unten!!), Theater, Workshopreihen u.v.m. Im allgemeinen wird auf niedrige Preise geachtet. Es sind beinahe alle Musikrichtungen vertreten: Rock, Independent und Jazz; auch Punk, Blues, sowie Ethno und Hiphop; weniger Techno, Drum´n´Bass, etc. Dabei treten größtenteils lokale Bands auf aber nicht nur! Da das FW von öffentlichen Mitteln unterstützt wird, kann es sich leisten, unkommerziell zu arbeiten, also kostengünstige Angebote für Proben und Auftritte, und kommt mit wenig Werbung aus (Pressearbeit, Programmheft, auch in den meistenVeranstaltungskalendern). Besonders empfehlen wir euch das „Sommerfest der Münchner Szene", von 17. bis 26. Juli...(alle Veranstaltungen kostenlos!) sowie vom FW mitorganisierte Live-Auftritte beim Musiksommer im Theatron (Oly-Park, ebenfalls free!).

 Die Geschichte des Atomic Café: Es waren einmal zwei junge Leute, namentlich Christian Heine und Roland Schunk, die eine GrafikagenturThe Atomic Café betreiben; etwa 1 Jahr lang veranstalten sie dann eine wöchentliche Party in der WunderBar (schon unter selbigem Namen). Vor ca eineinhalb Jahren folgte dann Eröffnung des Liveclubs Atomic Café, in Toplage, Neuturmstraße5 , in der Nähe des Hofbräuhaus. Der Club (Kapazität ca. 350 Personen) organisiert Live-Konzerte, Parties, Lesungen und Filmvorführungen „in cooler Atmosphäre", wobei auch speziell auf Deko und Ambiente geachtet wird. Nur Getränke, dafür aber leckere Cocktails. Jeden Tag geöffnet, regelmäßige Veranstaltungen wie „Beatschuppen" oder „The Smart Club". Dabei variiernde Stile, besonders aber sonst wenig vertretene „Randgruppen", als da wären: Beat, Funk, Jazz, Soul, Rare Groove, Extrem-Pop, Elektronik, Experimental und Exotica. Insgesamt liegt die angesprochene Altersgruppe eher im Bereich der „reiferen „ Szenefans", also ca. 20-35 Jahre. Das erklärte Ziel der beiden Betreiber ist (wörtlich): "Weltweite Kulturrevolution und Sinn für guten Geschmack beizubringen". Dieses Streben nach Stil hat aber leider auch den ständigen Einsatz eines Türstehers zur Folge... (Einlaß vorbehalten, sprich: auf eure Klamotten achten.) Programm und Flyer sind grafisch sehr ansprechend, ebenso die Internetappearance, natürlich auch in gutsortierten Veranstaltungstips zu finden. Weitere Veranstaltungen im AC in Zusammenarbeit: Alternative Spirits Radioshow/Party von Radio Feierwerk, Muffathalle veranstaltet dort kleinere Konzerte.

BackstageUnd drittens aber nicht letztens das gute alte Backstage. Zur History: Die Gründer H.G.Stocker und Brigitta Erdödy wollten ursprünglich eine Zeitung machen, eröffneten dann vor 7 Jahren das erste Backstage, da in München die alternative Musikszene stark unterrepräsentiert war (und ist)- damals aber noch in Fürstenried. 1994 zog es auf das jetzige Grundstück an der Donnersberger Brücke um, erst dabei wurde die Halle gebaut
Heute stehen auf dem Bst-Gelände die Halle (500 P und mehr, Konzerte, Parties, Filmvorführungen und sonstige Veranstaltungen, z.B. Metalbörse), den "Aluminium" Club (ist ein gemütlicher Bau - ratet mal aus welchem Baustoff). Für ausreichend Gastro ist auch gesorgt- es gibt Bars in Halle und Club, im Sommer dauernd Musik-Biergarten mit Imbißbude.
Insgesamt werden eigentlich alle Stilrichtungen gespielt, guter Draht zu Hiphop/ Crossover, v.a. aber Hardcore, Indie, Punk, Alternative. Als Liveclub ist das Backstage auch bei großen Bands für Konzerte in kleinerem Rahmen beliebt, so traten z.B. Beck, Bad Religion, die Ärzte dort auf. Anzeigen und Programm auf Plakaten, Flyern, in Radio und Stadtmagazinen.
Regelmäßige Veranstaltungen sind samstags das „FreakOut" (Indie-Disco in der Backstage-Halle) und sonntags das Artakke Café (Lesungen, Ausstellungen, Video, DJ Sets und Liveauftritte kombiniert!) Besonders zu emphehlen: -Free&Easy Konzertabend (1mal pro Monat!!) -Free&Easy Festival im September, Auftritt von 80 bis 90 Bands, viele lokale Acts & Nachwuchs, außerdem Kino Open Air und Markt... überall freier Eintritt !!

Andreas Wenzel & Christian Schönwetter

 


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