Ausgabe 3 Titelbild Ouch!! 3

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SUSE! SUSE! SUSE! - tu-film München

der tu filmSUSE!SUSE! Tu-München. SUSE! Arcisstrasse 21, Ecke Arcis-/ Gabelsbergerstrasse. SUSE! Wieso begibt man sich eineinhalb Stunden bevor der Weihnachtsfilm im TU-Film beginnt in die Uni? Spätestens wenn man vor dem Hörsaal 1200 (Carl-von-Linde-Hörsaal) steht, weiß man weshalb. SUSE! Im Vorraum drängt man sich schon jetzt vor dem (noch verschlossenen) Eingang zum Hörsaal, man stösst mit Glühweingläsern und Bierflaschen an. Einige Studenten brüllen "SUSE!SUSE!" (wieso?! sie sehen noch nicht einmal betrunken aus). Schliesslich wird eine halbe Stunde vor Beginn die Tür geöffnet, und die Massen schieben sich durch die (viel zu enge) Tür. Man befindet sich nun im Carl-von-Linde-Hörsaal, und ist überrascht, wie schnell 843 Plätze belegt sind. SUSE! Man weicht den ersten Papierfliegern aus, breitet Chips, Gummibärchen, Getränke aus. Endlich fängt die Werbung an, denn endlich weiss man auch über "Suse" Bescheid. Es beginnt nämlich unter grossem Beifall und SUSE!-Rufen ein Werbespot für einen Copy-Shop - mit besagter Suse in der Hauptrolle. Allerdings hat der dazugehörige Copy-Shop schon längst aufgehört zu existieren. Weshalb wird dann überhaupt dieser Werbespot gezeigt? - das dachten sich auch der TU-Film und zeigte den Spot nicht mehr. Allerdings nur solange bis wütende Proteste wieder die Vorführung des Spots erzwangen!

Schliesslich kann der Film beginnen - aber zunächst tritt ein verunsichter Ansager auf die Leinwand und stimmt "Der Hahn ist tot der Hahn ist tot, Der Hahn ist tot der Hahn ist tot,..." als einen mehrstimmigen Kanon an. Und tatsächlich wird dieses schöne Lied dann auch in höchster Perfektion vom Saal vorgetragen. Schon jetzt haben sich die 5 DM Eintritt gelohnt, aber es kommt ja auch noch der eigentliche Film, für den man ja ins Kino gegangen ist. Der Ton des Films ist zwar fast unverständlich (trotz des Hinweises auf Dolby Sound), dafür aber werden die Dialoge Wort für Wort mitzitiert. Auch die Handlung wird vom Publikum aufgegriffen, sobald in der "Feuerzangenbowle" mit Heidelbeerwein angestossen wird klirren im Saal die Gläser (aber nicht nur dann), Weckerrasseln auf der Leinwand wird durch zig Wecker im Saal erwiedert.Zur Rocky Horror Picture Show erscheint man entsprechend gekleidet... (c) tu-film

Und es zeigt sich, dass die Handlung des Films, ja der ganze Film eigentlich völlig nebensächlich ist...

Weshalb befindet sich überhaupt eine solche Veranstaltung im ehrwürdigen (alten, vergammelten) Carl von Linde Hörsaal? Zu verdanken ist dies dem TU-film e.V. (bis zu einem Streit zwischen TU-film-Machern und dem Asta war der TU-film ein Teil des Asta), welcher nun seit über 40 Jahren eine solch legendäres? blödes? chaotisches! sehenswertes Ereignis organisiert. Im Wintersemester werden dabei von Anfang November bis Ende Februar jeden Dienstag und jeden zweiten Donnerstag (21 Termine) Filme gezeigt. Höhepunkte sind dabei sicherlich der Weihnachtsfilm ("Feuerzangenbowle" siehe oben) und die Faschingsfilme (z.B. Rocky-Horror-Picture-Show). Nun ist es bis Weihnachten noch lang, und auch bis Fasching ist es nicht wesentlich kürzer, aber es werden ja auch jetzt im Sommersemester Filme gezeigt (siehe Kasten). Von Anfang Mai bis Ende Juli wird jeden Dienstag (nur 11 Termine wegen der erhöhten Kunkurrenz der Biergärten) ein Film gezeigt. Beginn ist dabei jeweils um 19.30 Uhr, Einlass ca.30 Minuten vor Beginn des Films am nördlichen Eingang des Hörsaals im ersten Stock (sofern man nicht zum Weihnachts-/Faschingsfilm kommt muss man auch nicht allzu früh erscheinen um einen guten Platz zu bekommen), Vorverkauf findet an der Abendkasse (ca. 45 Minuten vor Beginn eines Films für die nächsten vier bis fünf Vorstellungen, Garderobe des Hörsaals 1.Stock) statt. Was spricht also dagegen, in den tu-film zu gehen?

Stefan Kowarik

 


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